Der Verbraucherpreisindex (VPI) misst, wie sich die Preise für Waren und Dienstleistungen im Zeitverlauf verändern – auch im Bereich des Gartenbaus spielt er eine wichtige Rolle. Für Unternehmen im Gartenbau zeigt der VPI an, ob die Kosten für Betriebsmittel, Pflanzen, Saatgut, Dünger, Maschinen oder Energie gestiegen oder gefallen sind. Dadurch lässt sich beurteilen, wie sich die allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf den Gartenbau auswirken.
Der Erzeugerpreisindex (PPI) zeigt, wie sich die Preise entwickeln, die Gartenbaubetriebe für ihre Produkte beim Verkauf erhalten – etwa für Pflanzen, Gemüse, Blumen oder andere Erzeugnisse. Er gibt an, wie sich die Erzeugerpreise im Vergleich zu einem Basisjahr (mit dem Indexwert 100) verändern.
Für Gartenbaubetriebe spielen die Einkaufspreise landwirtschaftlicher Betriebsmittel eine zentrale Rolle – denn sie beeinflussen direkt die Produktionskosten. Dazu zählen unter anderem Saatgut, Dünger, Pflanzenschutzmittel, Energie, Maschinen, Verpackungen und vieles mehr. Diese Preise verändern sich im Laufe der Zeit – etwa durch steigende Rohstoffkosten, Lieferengpässe oder politische Entwicklungen. Um diese Veränderungen sichtbar zu machen, werden die Einkaufspreise regelmäßig erfasst und statistisch ausgewertet. Ein Anstieg der Betriebsmittelpreise bedeutet für Gartenbaubetriebe höhere Ausgaben, was sich auch auf die Preise für Endprodukte auswirken kann. Die Beobachtung dieser Preisentwicklung hilft dabei, Betriebskosten besser zu kalkulieren, Investitionen zu planen und rechtzeitig auf Marktveränderungen zu reagieren.