Im Auftrag der Landwirtschaftsministerien führt das ZBG den Betriebsvergleich Gartenbau und angewandte Forschungsvorhaben zu betriebswirtschaftlichen Fragestellungen im Gartenbau durch. Das Zentrum hat seinen Sitz am Institut für Landwirtschaftliche Betriebslehre.

Institut für Landwirtschaftliche Betriebslehre 
Ottilie-Zeller-Weg 6
70599 Stuttgart

Sekreteriat: 
0711 995 966 10
zbg@uni-hohenheim.de 

Forschungsbereiche am ZBG

Betriebsvergleich Gartenbau: Wir machen aus Zahlen Informationen

Wettbewerbsfähige Produktion: Analysen und Strategien

Nachhaltiger Gartenbau: Chancen und Herausforderungen

Resilienter Gartenbau: Robustheit, Anpassung und Transformation unter Unsicherheit

 

Aktuelle Forschungsprojekte

Digitale Transformation als Treiber von Controlling im Gartenbau

Hinderungsgründe für die Umstellung von Feld- und Feingemüsebaubetrieben auf ökologischen Anbau

Analyse und Bewertung der Nachhaltigkeit im Gartenbau inklusive Testung eines Bewertungssystems

Resilienz im ökologischen Gemüsebau – Entwicklung und Erprobung von Strategien und Innovationen durch Praxisforschung (ROBUSTGemuese)

PV-Greenhouse – Integration von Photovoltaik in Gewächshäuser der Hansestadt Hamburg

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Termine und Veranstaltungen

Webinar zur Teilnahme am Betriebsvergleich für Unternehmer*innen

Thema: Webinare zur Teilnahme am Betriebsvergleich für Unternehmer*innen - Wie kann ich mit meinem Betrieb teilnehmen?
Termine:

  • 11. Juni 15:00 Uhr
  • 23. Juni 10:00 Uhr
  • 10. Juli 15:00 Uhr

Ort: online

   Anmeldung    

Aktuelle Themen

Wissenschaftlicher Fachartikel zum Prozess der digitalen Produktionsdatenerfassung bis zur controllingbasierten Entscheidungshilfe im Obstbau

Im Rahmen der Forschung am ZBG zum Thema zum Thema "Digitale Transformation als Treiber von Controlling im Gartenbau" wurde kürzlich ein wissenschaftlicher Fachartikel unserer Mitarbeiter Luis Müller und Robert Luer in der rezensierten Fachzeitschrift Smart Agricultural Technology veröffentlicht. Eine kurze Zusammenfassung bietet einen Überblick über die Inhalte der Publikation.

Wissenschaftlicher Fachartikel zum Prozess der digitalen Produktionsdatenerfassung bis zur controllingbasierten Entscheidungshilfe im Obstbau 

Die Apfelernte ist ein arbeitsintensiver Prozess und ein zentraler Hebel für die Optimierung obstbaulicher Betriebe. Diese Feldstudie untersucht den bislang wenig erforschten Prozess von der digitalen Erfassung von Produktionsdaten bis hin zur controllingbasierten Entscheidungsfindung im Kontext der Apfelernte. Ziel ist es, die Entscheidungsprozesse hinsichtlich der Anforderungen an zukünftige Informations- und Controllingsysteme (ICS) zu analysieren. Zu diesem Zweck wurden teilnehmende Beobachtungen in drei deutschen Obstbaubetrieben während der Ernte und der anschließenden winterlichen Controlling-Phase im Rahmen eines vergleichenden Mehrfachfalldesigns durchgeführt. Dabei wurden die Wechselwirkungen mit einem Farmmanagement- und -informationssystem (FMIS) untersucht. Die empirischen Ergebnisse zeigen, dass Betriebsleiter, motiviert durch Berichtspflichten, mit Hilfe des FMIS umfangreiche Produktionsdaten erfassen, jedoch keine feldspezifischen Datengrundlagen erstellen, die mit monetären Informationen verknüpft werden könnten. Entscheidungen basieren nach wie vor überwiegend auf Erfahrung. Auf der Grundlage der empirischen Ergebnisse wurde ein ICS-Framework für den Kontext der Apfelernte entwickelt.

Erstens wurde das Konzept der landwirtschaftlichen Entscheidungsunterstützungssysteme (LEUS) durch die Integration von Planungsinstrumenten und Leistungskennzahlen um eine betriebswirtschaftliche Perspektive erweitert. Zweitens ermöglicht ein Rückkopplungsmechanismus innerhalb des LEUS Lerneffekte, die sowohl die Datenarchitektur als auch die Funktionalität von Entscheidungshilfewerkzeugen weiterentwickeln. Drittens ist das LEUS bei Entscheidungsfällen in einen übergeordneten Managementregelkreis eingebettet, der die Funktionen Planung, Steuerung, Kontrolle und Informationsversorgung koordiniert. Insgesamt liefert die Studie eine kontextbezogene Spezifikation der integrierten Managementsteuerung für Obstbaubetriebe kleiner und mittlerer Größe. Sie verbindet ethnografische Methoden mit einer Smart-Farming-Perspektive und liefert Leitlinien für intelligente Agrartechnologien, die Betriebsführung und Produktionsdaten integrieren.

Den Fachartikel finden Sie hier.

Quelle: Dr. Gabriela Bermejo, Universität Hohenheim

Das ZBG war auf der Fruchtwelt Bodensee

Die FRUCHTWELT BODENSEE zählt weltweit zu den größten Messen im Bereich Erwerbsobstbau und Brennereiwesen.
Das ZBG war vom 20.-22. Februar 2026 mit einem Stand und einem Vortrag zum Thema "Wo stehe ich im Wettbewerb? – Mit dem betriebswirtschaftlichen Vergleich Potentiale ausschöpfen und Zukunft sichern" ebenfalls Teil der Messe. Robert Luer (s. Bild) stellte bei seinem Vortrag betriebswirtschaftliche Analysen vor und arbeitete dabei heraus, wo sich Kostentreiber und mögliches Einsparpotential befinden.

Resilienz im ökologischen Obstbau – Bio-Obstbau-Netzwerk zur Entwicklung und Erprobung resilienter Betriebssysteme unter Einbezug der gesamten Wertschöpfungskette (BIONEERS)

Zum 20.02.2026 hat das bis zum 31.03.2031 durch das BMLEH (BÖL) bewilligte Verbundprojekt BIONEERS seine Arbeit aufgenommen. Ziel des Verbundprojekts ist es, in einem partizipativen Forschungsprozess Strategien zur Erhöhung der Resilienz von Obstbaubetrieben mit ökologischer Anbauweise zu erarbeiten. Das ZBG beteiligt sich an dem Verbundvorhaben mit seiner gartenbauökonomischen Expertise: Auf Basis qualitativer und quantitativer Betriebsbefragungen sowie Daten aus dem Betriebsvergleich des ZBG soll unter anderem ein Resilienz-Check für Bio-Obstbaubetriebe entwickelt werden, der im Betriebsvergleich 4.0 implementiert wird.

Ansprechpartner: Luis Müller

PV-Greenhouse – Integration von Photovoltaik in Gewächshäuser der Hansestadt Hamburg

Zum 01.01.2026 ist das bis zum 31.12.2028 von der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft der Freien und Hansestadt Hamburg bewilligte Verbundprojekt PV-Greenhouse gestartet. Im Rahmen des Forschungsprojekts wird ein bestehendes Gewächshaus mit Photovoltaiksystemen nachgerüstet und hinsichtlich der Synergien zwischen Stromerzeugung und Pflanzenproduktion analysiert. Untersucht werden die Effekte auf Ertrag, Verschattung, Energiepotenzial sowie die ökonomischen Kostenstrukturen. 

Ansprechpartner: Luis Müller

Resilienz im ökologischen Gemüsebau – Entwicklung und Erprobung von Strategien und Innovationen durch Praxisforschung (ROBUSTGemuese)

Zum 01.12.2025 hat das bis zum 30.11.2028 durch das BMLEH (BÖL) bewilligte Verbundprojekt ROBUSTGemüse seine Arbeit aufgenommen. Ziel des Verbundprojekts ist es, in einem partizipativen Forschungsprozess Strategien zur Erhöhung der Resilienz von Freilandgemüsebaubetrieben mit ökologischer Anbauweise zu erarbeiten. Das ZBG beteiligt sich an dem Verbundvorhaben mit seiner gartenbauökonomischen Expertise: Auf Basis qualitativer und quantitativer Betriebsbefragungen sowie Daten aus dem Betriebsvergleich des ZBG soll unter anderem ein Resilienz-Check für Bio-Gemüsebaubetriebe entwickelt werden, der im Betriebsvergleich 4.0 implementiert wird. 

Ansprechpartnerin: Céline Zimmermann

Ausblick: 64. Betriebswirtschaftliche Fachtagung 2026 in Dresden

Wir freuen uns auf die 64. Betriebswirtschaftliche Fachtagung im Jahr 2026, welche am 21. - 23. September in Dresden stattfinden wird und sind überzeugt, dass diese unter dem Thema "Strategien für den Gartenbau von morgen – Wettbewerbsfähigkeit, Vermarktung und Digitalisierung im Gartenbau" auf großes Interesse stoßen wird.

Vortragender: Julian Hecht

Fachkommissionssitzung des ZBG

Bei der diesjährigen Fachkommissionssitzung am 01. Oktober 2025 wurde die Zusammenkunft intensiv genutzt um die Gewinnung von Teilnehmer*innen für den Betriebsvergleich zu besprechen und die Arbeit mit dem neuen Beratungsbriefen zu diskutieren. Das Team des Nachhaltigkeitsprojekts stellte den aktuellen Stand des Prototypens zur Nachhaltigkeitsbewertung vor. Während der Sitzung ergab sich ein interessanter Austausch untereinander aus denen Beteiligte beider Bereiche des ZBG, sowohl Betriebsvergleich als auch Nachhaltigkeit, wichtiges Feedback und neue Impulse herausfiltern konnten.