Im Auftrag der Landwirtschaftsministerien führt das ZBG den Betriebsvergleich Gartenbau und angewandte Forschungsvorhaben zu betriebswirtschaftlichen Fragestellungen im Gartenbau durch. Das Zentrum hat seinen Sitz am Institut für Landwirtschaftliche Betriebslehre.

Institut für Landwirtschaftliche Betriebslehre 
Ottilie-Zeller-Weg 6
70599 Stuttgart

Sekreteriat: 
0711 995 966 10
zbg@uni-hohenheim.de 

Forschungsbereiche am ZBG

Betriebsvergleich Gartenbau: Wir machen aus Zahlen Informationen

Wettbewerbsfähige Produktion: Analysen und Strategien

Nachhaltiger Gartenbau: Chancen und Herausforderungen

 

Aktuelle Forschungsprojekte

Digitale Transformation als Treiber von Controlling im Gartenbau

Hinderungsgründe für die Umstellung von Feld- und Feingemüsebaubetrieben auf ökologischen Anbau

Analyse und Bewertung der Nachhaltigkeit im Gartenbau inklusive Testung eines Bewertungssystems

Mehr

 

Anmeldung für unseren Newsletter

Unter folgendem Link können Sie sich für unseren Newsletter anmelden, um über das ZBG und seine Tätigkeiten informiert zu bleiben:

 Anmeldung Newsletter


Termine und Veranstaltungen

Unsere Teilnahme an der DGG in Erfurt

Termin: 04.-06. März 2026

Vortrag: Wie Koordinationsstellen Beteiligungs- und Entscheidungsprozesse vorbereiten: Governance-Arbeit im Nachhaltigkeitsrat für den deutschen Gartenbau, 05. März 2026

Referenten: Pierre Adrian Filohn

Ort: Fachhochschule Erfurt

Webinar zur Teilnahme am Betriebsvergleich für Unternehmer*innen

Thema: Webinare zur Teilnahme am Betriebsvergleich für Unternehmer*innen - Wie kann ich mit meinem Betrieb teilnehmen?
Termine:

  • 27. Februar 12:00 Uhr
  • 12. März 13:00 Uhr
  • 24. März 10:00 Uhr
  • 15. April 16:00 Uhr

Ort: online

   Anmeldung    

Aktuelle Themen

Zwei neue Forschungsprojekte angelaufen

Resilienz im ökologischen Gemüsebau – Entwicklung und Erprobung von Strategien und Innovationen durch Praxisforschung (ROBUSTGemuese)

Zum 01.12.2025 hat das bis zum 30.11.2028 durch das BMLEH (BÖL) bewilligte Verbundprojekt ROBUSTGemüse seine Arbeit aufgenommen. Ziel des Verbundprojekts ist es, in einem partizipativen Forschungsprozess Strategien zur Erhöhung der Resilienz von Freilandgemüsebaubetrieben mit ökologischer Anbauweise zu erarbeiten. Das ZBG beteiligt sich an dem Verbundvorhaben mit seiner gartenbauökonomischen Expertise: Auf Basis qualitativer und quantitativer Betriebsbefragungen sowie Daten aus dem Betriebsvergleich des ZBG soll unter anderem ein Resilienz-Check für Bio-Gemüsebaubetriebe entwickelt werden, der im Betriebsvergleich 4.0 implementiert wird. 

PV-Greenhouse – Integration von Photovoltaik in Gewächshäuser der Hansestadt Hamburg

Zum 01.01.2026 ist das bis zum 31.12.2028 von der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft der Freien und Hansestadt Hamburg bewilligte Verbundprojekt PV-Greenhouse gestartet. Im Rahmen des Forschungsprojekts wird ein bestehendes Gewächshaus mit Photovoltaiksystemen nachgerüstet und hinsichtlich der Synergien zwischen Stromerzeugung und Pflanzenproduktion analysiert. Untersucht werden die Effekte auf Ertrag, Verschattung, Energiepotenzial sowie die ökonomischen Kostenstrukturen. 

 

Ansprechpartner: Luis Müller

Ausblick: 64. Betriebswirtschaftliche Fachtagung 2026 in Dresden

Wir freuen uns auf die 64. Betriebswirtschaftliche Fachtagung im Jahr 2026, welche am 21. - 23. September in Dresden stattfinden wird und sind überzeugt, dass diese unter dem Thema "Strategien für den Gartenbau von morgen – Wettbewerbsfähigkeit, Vermarktung und Digitalisierung im Gartenbau" auf großes Interesse stoßen wird.

Wissenschaftlicher Fachartikel zu Hemmnissen und Treibern der Controllingadoption im Obstbau

Im Rahmen der Forschung am ZBG zum Thema Controlling im Gartenbau wurde kürzlich ein wissenschaftlicher Fachartikel unserer Mitarbeiter Luis Müller und Robert Luer in der rezensierten Fachzeitschrift Smart Agricultural Technology veröffentlicht. Eine kurze Zusammenfassung bietet einen Überblick über die Inhalte der Publikation.

Erste Untersuchungen deuten darauf hin, dass Controlling im Gartenbau bislang nur in begrenztem Umfang und mit geringer Intensität eingesetzt wird. Die vorliegende Studie analysiert Hemmnisse und Treiber für die Implementierung von Controlling und fokussiert insbesondere auf den Einfluss der digitalen Transformation auf dessen Verbreitung. Es wurden 19 halbstrukturierte Interviews und Betriebsbegehungen mit 28 aktuellen und angehenden Betriebsleitern im Obstbau in Deutschland und Luxemburg durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass Entscheidungen in erster Linie auf Erfahrung und Intuition beruhen. Mangelnde Erfahrung mit Controlling behindert die Sichtbarkeit des Nutzens und verhindert somit den Erwerb von Controlling-Fachwissen. Infolge unzureichender Expertise können Controlling-Instrumente nicht wirksam angewendet werden, wodurch deren Mehrwert schwer erfassbar bleibt. Zudem schränkt die begrenzte Verfügbarkeit von verarbeiteten Daten aussagekräftige betriebliche Analysen ein. Eingesetzte Farmmanagement- und Informationssysteme (FMIS) weisen bislang nur marginale Controlling-Funktionalitäten auf.

Berichtspflichten im Pflanzenschutz sind Haupttreiber für die Einführung von FMIS. Berichtspflichten im externen Rechnungswesen sowie Datenanforderungen für Förder- und Kreditbeantragungen erweisen sich daher als zentrale Einstiegspunkte für die Etablierung von Controlling-Softwarelösungen. Informations- und Controllingsysteme bergen das Potenzial, die routinemäßige Entscheidungsfindung zu rationalisieren und den Nutzen des Controllings greifbarer zu machen. Die Studie liefert einen Rahmen, um das Verständnis für das oft negativ wahrgenommene Kosten-Nutzen-Verhältnis des Controllings in kleinen und mittleren Unternehmen zu erweitern und zeigt Strategien zur Stärkung der Controlling-Anwendung in der Praxis auf. 

Vortragender: Julian Hecht

Fachkommissionssitzung des ZBG

Bei der diesjährigen Fachkommissionssitzung am 01. Oktober 2025 wurde die Zusammenkunft intensiv genutzt um die Gewinnung von Teilnehmer*innen für den Betriebsvergleich zu besprechen und die Arbeit mit dem neuen Beratungsbriefen zu diskutieren. Das Team des Nachhaltigkeitsprojekts stellte den aktuellen Stand des Prototypens zur Nachhaltigkeitsbewertung vor. Während der Sitzung ergab sich ein interessanter Austausch untereinander aus denen Beteiligte beider Bereiche des ZBG, sowohl Betriebsvergleich als auch Nachhaltigkeit, wichtiges Feedback und neue Impulse herausfiltern konnten. 

Nachhaltigkeitsrat für den deutschen Gartenbau (NRG) nimmt Arbeit auf!

Wie kann Nachhaltigkeit im Gartenbau transparent und nachvollziehbar bewertet werden? Genau dieser Frage widmet sich der Nachhaltigkeitsrat für den deutschen Gartenbau (NRG), der am 6. Februar 2025 an den Start gegangen ist. Initiiert vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) und organisiert vom Zentrum für Betriebswirtschaft im Gartenbau e. V. (ZBG) im Rahmen eines Forschungsprojekts, bringt der NRG rund 20 Expert:innen von Institutionen aus Gartenbau, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft zusammen.

Ziel: Ein einheitliches Bewertungssystem, das alle drei Dimensionen der Nachhaltigkeit – Ökologie, Ökonomie und Soziales – gleichermaßen berücksichtigt. Die Ergebnisse sollen in ein praxisnahes Online-Tool fließen, das den „Betriebsvergleich 4.0“ des ZBG ergänzt und Unternehmen kostenfrei zur Verfügung steht.

Dieses starke Netzwerk lädt alle interessierten Akteure ein, sich aktiv einzubringen und gemeinsam an einer nachhaltigen Zukunft für den Gartenbau zu arbeiten.

Pressemitteilung der Universität Hohenheim    Weitere Informationen zum Projekt

Neues Projekt zum Thema Nachhaltigkeitsbewertung beim ZBG

Zur Verbesserung des nachhaltigen Wirtschaftens innerhalb eines Gartenbaubetriebes aber auch zur Erfüllung von Berichtspflichten gegenüber Stakeholdern kann eine Nachhaltigkeitsbewertung ein wichtiges Hilfsmittel sein. Das ZBG wird in dem neuen Projekt wissenschaftliche Grundlagen für eine nachhaltige Entwicklung im Gartenbau erarbeiten und basierend auf der Online-Anwendung „Betriebsvergleich 4.0“, einen Prototyp für eine Nachhaltigkeitsbewertung erstellen. In einem partizipativen Prozess werden verschiedene Akteure durch ein übergeordnetes Multistakeholder-Gremium, Interviews und Workshops eingebunden, was eine hohe Anerkennung des Systems sicherstellen soll.

Projekttitel: „Analyse und Bewertung der Nachhaltigkeit im Gartenbau inklusive Testung eines Bewertungssystems“

Dauer: 01.05.2024 - 30.04.2027

Förderinstitutionen: Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH)

Projektträger: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)

Zur Pressemitteilung der Uni Hohenheim.    Weiterführende Infos zum Projekt